HANS WINKLER

Winkler, Mit Dreiecken komponiert, 1997 (49), Acryl, Tusche auf Papier + Schranktür, 75 x 50 cm

Winkler, Mit Dreiecken komponiert, 1997 (49), Acryl, Tusche auf Papier + Schranktür, 75 x 50 cm

vita

1919    geboren in Gotha
1933 – 37    Malerlehre, erste positive Auseinandersetzung mit den damals „Entarteten“
1939 – 45    Militärdienst, Verwundung und Gefangenschaft
1946 – 49    Musikstudium in Erfurt, externes Studium der Malerei bei Franz Markau und Werner Gilles
1947    Mitglied des Verbandes Bildender Künstler
1948    Auszeichnung „besonders wertvoller Kunstschaffender“ für sein Engagement zur Belebung des Bauhauses in Weimar
1950    Ausschluss aus dem Verband Bildender Künstler aufgrund „amerikanischer Tendenzen“
1951 – 84    Tätigkeit als Musikpädagoge; intensive Weiterentwicklung der gegenstandslosen Malerei
1970 – 76    aufgrund Materialmangels entstehen 600 Gedichte
1982    Wiederaufnahme in den Verband Bildender Künstler
1988    Zuteilung eines eigenen Ateliers
1992    Verleihung „Weimar-Preis“ durch die Stadt Weimar
1999    muss Hans Winkler die künstlerische Arbeit wegen seiner Erkrankung (ALS) aufgeben

im Jahr 2000 starb Hans Winkler im Alter von 80 Jahren

Ausstellungen (Auswahl)

1945 – 50
Beteiligung an Ausstellungen in Weimar, Dresden und Gotha

1950 – 81
Malverbot in der DDR

1981
Galerie am Sachsenplatz, Leipzig
Galerie Erph, Erfurt

1982
Galerie im Neruda-Klub, Karl-Marx-Stadt

1983
Galerie Kulturbund, Weimar
Galerie Schönhof, Görlitz

1984
Galerie Wort und Werk, Leipzig
Galerie Hauptmarkt, Gotha

1985
Galerie im Alten Museum, Berlin

1987
Galerie in Sammlung Singen, München

1988
Galerie Mitte, Dresden

1990
Galerie Palais, Offenbach
Galerie Filderhalle, Stuttgart

1991
Aktionshaus Kleinherz, Ludwigshafen

1992
Galerie Profil, Weimar

1993
Sonderausstellung zur 17. Hilzinger Kunstausstellung

1994
Kunstsammlungen zu Weimar

2006
Galerie Borssenanger, Chemnitz

2007
art KARLSRUHE, Galerie Borssenanger (mit Jan Kummer und Georg Dick), Karlsruhe

2009
Galerie Borssenanger, Chemnitz

2012
Galerie Borssenanger, Chemnitz

2014
Retrospektive: Galerie Borssenanger Hamburg & Chemnitz

works

info

 

„Hans Winklers Werk ist das Resultat einer großen Beharrlichkeit, Es ist geprägt durch die insistierende Geduld und moralische Integrität eines Künstlers, der die abstrakte Malerei schon früh als eine adäquate Ausdruckssprache für sich entdeckte und auch entgegen der Kunstpolitik des SED-Staates an ihr festhielt. Obgleich Hans Winkler bereits 1950 im Zeichen des Kalten Krieges wegen „amerikanischer Tendenzen” aus dem Verband Bildender Künstler der DDR ausgeschlossen wurde, entstand in der Isolation ein Werk von beeindruckendem Umfang und eigenwilliger Kraft.“
Dr. Gerda Wendemann, Kunstsammlungen zu Weimar (Auszug Katalogtext 1994)