GEORG DICK

kleines Mädchen I, 2006, holzdruck/collage auf papier, 75x55 cm

[tabby title=“vita“]

 

1971
geboren in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz)

1988 – 91
Abendschule, Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg

im Juli 2011 starb Georg Dick plötzlich und unerwartet im Alter von 39 Jahren

Ausstellungen (Auswahl)

1991
Produzentengalerie OSCAR, Chemnitz

1993
Galerie VOX, Chemnitz

1994
Galerie ARTCO, Leipzig / St. Beat, Luzern

1995
Galerie ARTCO, Leipzig

1997
Mönchskirche, Salzwedel / Galerie Schuster, Frankfurt a. M.

1998
Museum der Revolution, Havanna/Galerie VOXXX, Chemnitz

1999
Galerie Janzen, Wuppertal

2000
Galerie Prinz, Madrid / Museo A. Humboldt, Havanna

2001
Galerie Borssenanger, Chemnitz / Galerie ARTCO, Leipzig

2002
Ernst Barlach Haus, Hamburg

2003
Galerie Borssenanger, Chemnitz / Redbud Gallery, Houston

2005
Galerie Thron, Reutlingen / Galerie Borssenanger, Chemnitz

2007
art KARLSRUHE mit Jan Kummer und Hans Winkler
Galerie Borssenanger, Chemnitz

2008
Berliner Liste mit Jan Kummer, Jürgen Höritzsch und Johannes Ulrich Kubiak
Galerie Borssenanger, Chemnitz

2010
Galerie Borssenanger, Chemnitz

2014
Galerie Borssenanger, Chemnitz

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[tabby title=“info“]

Der Weg als Künstler ist bei Georg Dick verbunden mit seinen charakteristischen großformatigen Holzschnitten und den späteren Mischtechniken, in denen er sich immer mehr dem Zeichnerisch-Malerischen zuwendet. Die Grundzüge des künstlerischen Schaffens sind regelmäßige und obsessive Wiederholungen von Formen und Veränderungen. Zeichen, Formen, Symbole sowie Figürliches verschwinden, erscheinen auf dem Bildträger. Die Darstellungen werden zu Sinnbildern und eröffnen dem Betrachter Tür und Tor, erlauben ihm eine meditative Sicht auf die Dinge. Das Glauben, das Ahnen und das Wissen lagern schwer auf den Protagonisten in Dicks Bildwelt und das Bildkonzept bietet keinen Ausweg. Doch bei aller Unsicherheit und dem Alleinsein ist immer auch ein Funke der Hoffnung eine schelmische Ironie in seinen Bildern zu finden.

Im wiederholten Vortrag seines selbst geschaffenen Kanons findet Dick zu seiner künstlerischen Ausdrucksform. Die von ihm so vertraute Technik des Holzdrucks wird stets weiter erkundet und er suchte nach neuen bedruckbaren Bildträgern wie Leinwand oder Metall, nach neuen drucktechnischen Kombinationen, Strukturen und farblichen Verfremdungen die das Bildthema begründen helfen.

„Um die Distanz schaffende Leere der weißen grundierten Leinwand zu überwinden, collagiert er oft die gesamte Fläche mit aus alten Büchern herausgetrennten Seiten, die Struktur und Ordnung zu schaffen und einen Anfang zu begründen vermögen. Andererseits steht nicht selten die Bildidee, der Titel, bereits im Voraus, sodass er mit Zeichnungen oder mit einzelnen Motiven aus seiner reichhaltigen Bildwelt der vergangenen Jahre beginnt und sich von dort aus weiter vorarbeitet. Es folgen Übermalungen, Auslöschungen, Neuanlage, wobei das Tilgen eines Motivteils oft nicht vollständig geschieht, sondern Einzelheiten nur in den Hintergrund treten lässt, um sie so noch mehr mit Bedeutung aufzuladen. Dick zeichnet, malt mit dünnflüssiger bis pastoser Farbe, appliziert verschiedene Elemente auf die Leinwand, sprüht die Farbe über bereits Geschaffenes – und arbeitet sich so an den von ihm bekannten Motiven ab.

Und diese Dick’ensche Bildwelt strotzt von schelmischer Ironie und teils offener Provokation. Wer Augen hat zu sehen, der sehe […], denn lässt man sich auf die dargestellten Fabeln ein, sind einem die Werke des Künstlers trotz ihrer anfänglichen Kryptik schnell nahe und vertraut […].“
Thomas Bauer-Friedrich, Kurator Museum Gunzenhauser, Chemnitz

1990
Mitglied der Künstlergruppe OSKAR, Chemnitz
Mitbegründer der Kulturfabrik VOX, Chemnitz

1993
Stipendium des Sächsischen Staatsministerium
Villa Casa Baldi, Italien

1993/94
Arbeitsaufenthalt in Israel

1999/00
Arbeitsaufenthalt und Expedition auf Cuba

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